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Die Geschichte von Maxi und Lora - zweier Graupapageien

-von Helga Weber

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Eine fast unglaubliche Liebesgeschichte und warum eine Verpaarung
auch schon mal Jahre dauern kann

Geschrieben im November 2013 von Helga Weber

Also Maxi (geb. Mai 03) und Lora (geb. Juni 05) sind etwa vor 10 Monaten (im Dezember 2012) bei uns eingezogen. Ihre ehemalige Halterin hat sie schweren Herzens abgegeben, da sie sich darüber klar wurde, ihnen keine artgerechte Haltung ermöglichen zu können. Hier noch mal meinen Respekt dafür, dass sie sich den Schritt weder leicht, noch einfach gemacht hat und wirklich lange nach einem guten Platz gesucht hat. Sie schreibt mir auch heute noch, dass sie weinen muss, wenn sie Bilder von mir bekommt und Sie sie immer noch vermisst (was ich als Geiermama wirklich gut verstehen kann).

Also es war nicht ganz so einfach, Maxi und Lora sind leider nicht so zahm und händelbar, wie unsere „Babys" und brauchten auch ein wenig, um Vertrauen aufzubauen. Heute aber bin ich überglücklich, wenn ich die Türe öffne und Lora kann nicht schnell genug auf meine Schulter klettern um sich kraulen zu lassen – und das könnte sie wohl stundenlang -. Maxi hat sein Herz an meinen Sohn verloren, für den er wirklich fast alles macht und wir sind echt dankbar, dass die beiden sozusagen Zuhause angekommen sind.

Aber nun zu der eigentlichen Geschichte:

Also es war für uns sehr schnell offensichtlich, dass die beiden kein Paar sind, dass wurde uns auch von der Halterin bestätigt. Als sie damals 2005 Lora zu Maxi dazu holte, hätte sie fast das Angebot des Züchters angenommen und Lora wieder zurückgegeben. Aber nach etwa einem halben Jahr hatten sie sozusagen eine Zweckgemeinschaft gebildet und sich zumindest nicht mehr gegenseitig attackiert. Da wir den direkten Vergleich zu unserem richtigen Pärchen hatten, war dies auch sehr offensichtlich. Es gab kein gemeinsames putzen, kraulen oder füttern, so wie das unsere Beiden mit Leidenschaft und auch mal zwischendurch mit Zankerei zelebrieren. Tja, da sie aber nun schon acht Jahre zusammen sind, konnten wir daran auch nichts mehr ändern. Dies hat sich an einem Wochenende Mitte Oktober nun aber schlagartig geändert.

Hierzu muss ich etwas ausholen, da ja etwas anderes der Grund war, warum sich die Beziehung von Maxi und Lora so überraschend geändert hat.

Im Mai diesen Jahres sah ich zufällig (wobei ich nur an den Zufall glaube) ein Anzeige in Ebay, wo ein Graupapagei angeboten wurde. Als ich das Bild sah, brach es mir fast das Herz, er saß da in einem Käfig, dem ich nicht mal einem Wellensittich zumuten würde, mit zwei kurzen Sitzstangen ohne Spielzeug, ohne Licht. Wir konnten nicht anders. Mein Mann und ich sind da hingefahren und haben ihn da raus geholt. Da der Mann keine Papiere hatte und auch der Vorgänger nicht, musste ich erst mal über die ZZF den Züchter erfragen und so konnte ich ihn dann auch ordnungsgemäß bei uns anmelden. Dabei stellte sich auch heraus, dass er auf seiner Odyssee quer durch Deutschland bis zu uns mindestens 5 mal in seinem erst 9jährigen Leben den Besitzer gewechselt hatte. Unter anderem war er auch mal als Belustigung für Gäste in einem Café untergebracht. Anscheinend ist bis heute dadurch sein
Lieblingswort – Cappuccino und tschüss Vogel – geblieben.

Dafür ist er ein äußerst liebenswerter, aber auch schrecklich ängstlicher Vogel. Auch er liebt meinen Sohn abgöttisch und würde am liebsten den ganzen Tag auf seiner Schulter sitzen und von ihm gekrault werden. Da aber mein Sohn studiert und den ganzen Tag außer Haus ist, war er nur mit Warten beschäftigt. Er hat zwar sehr schnell entdeckt, was man mit Schredderspielsachen machen kann und fliegt auch äußerst gut, aber durch seine Ängstlichkeit hat er sich immer selber von den anderen vier isoliert und vor unserem Burli (leider verzogen und äußerst dominant) sogar Angst und geht ihm aus dem Weg. HWGA2Schon nach wenigen Tagen ist mir aufgefallen, dass er Spielzeuge oder schaukeln dazu benutzt, sie anzustoßen und sich dann selber sozusagen kraulen zu lassen, indem er den Kopf dran hält. Ich hätte weinen können, so sehr hat mich das erschüttert und darum haben wir uns eigentlich noch in der ersten Woche entschieden, dass er keinesfalls alleine bleiben soll.

Ich möchte hier nicht alle Details der Suche auflisten, aber es war wirklich nicht einfach, zum einen eine passende Henne und dann noch einen verantwortungsvollen Halter zu finden, dem das Wohl desTieres am Herzen liegt. Ich bin nur froh und dankbar, dass ich nicht mehr alle Anzeigen in Ebay, Quoka und all den anderen Portalen lesen muss, da es einem da als „Geier-Liebhaber" oft morgens schon zum Weinen ist. Auch dazu gäbe es noch eine Geschichte, aber die könnte eine Andere wohl besser erzählen, ist aber leider ohne Happy End bis jetzt.

Und dann geschah das Wunder tatsächlich und ich fand ZWEI potentielle Hennen innerhalb zwei Tagen. Ja es gibt noch Wunder!

Und am 13. Oktober war es dann so weit, die erste Henne kam. Man kann sich vorstellen, wie aufgeregt wir alle waren. Wir hatten für die Dame unsere Krankenvoliere (2x2x1m) aufgebaut
und uns vorgestellt, dass wir sie ganz nah an Jamie´s Lieblingssitzplatz im Vogelzimmer stellen, da dieser ja mit unserem Wintergarten verbunden ist.

Cynthia, das ist der Name der Henne hat gleich unser aller Herz erobert. Trotz ihrer Behinderung (sie hat ein verkrüppeltes Beinchen, da sie angeblich als Jungtier aus der Höhle fiel) war sie sofort von allem begeistert und kannte keinerlei Scheu. Sie kannte bisher zwar keine Grauen, da sie mit einem Mohrenkopf gehalten wurde, hat sich aber sofort für alle interessiert und fühlte sich sichtlich wohl.

So weit so gut. Wir haben Jamie raus geholt und sie auf dem Freisitz gesetzt. Leider zeigte Jamie keinerlei Interesse an Cynthia und bei jedem Versuch ihrerseits, mit ihm Kontakt aufzunehmen lief oder flog er weg. Na super, da wir wussten, dass es bei Grauen sehr schwer werden kann, diese zu verpaaren haben wir uns auf die Terrasse zurückgezogen (da wir durch den Wintergarten einen tollen Blick auf die beiden hatten) und wollten Ihnen mal ein wenig Ruhe gönnen.

Und nun kommt dass, womit wir alle nun wirklich nicht gerechnet hatten!

Unser Maxi hat sich ganz nah in Richtung Cynthia gesetzt und sich wie wir sagen zum „Vollhorst" gemacht. Er hat sie an gebalzt, getanzt und gepfiffen. Wir waren total irritiert. Zum einen, ist er noch nie so aus sich rausgegangen und er schien wirklich angetan zu sein. Nach dem ersten Schrecken – sollte Cynthia wohl eher was für Maxi sein? – und Hilfe, wir hätten dann ja zwei Singles hier – haben wir daher vereinbart, Cynthia erst mal bei uns zu lassen und zu schauen, was der nächste Tag wohl bringt. Wir setzten also Jamie zu Cynthia in die Voliere.

Jamie holten wir jedoch am Abend aus der Situation, da er sich wirklich unwohl zu fühlen schien, er war nur am weglaufen und total nervös und so setzten wir ihn wieder ins Vogelzimmer. Cynthia verbrachte die Nacht in der Voliere. Der neue Morgen begann und wir ließen Cynthia die Wahl, ob sie aus der Voliere wollte.

Sie kam auch sofort raus und wie es schien, wollte sie zu den anderen ins Vogelzimmer. Wir wollten es nun auf einen Versuch ankommen lassen und öffneten die Türe. Und die liebe kleine Cynthia-Maus ist auch sofort rein zu den anderen. Suchte sich eine Stange und begann sich zu putzen. Sogar unser Burli hielt sich zurück und hat sie nicht attackiert.

Und nun geschah das für uns alle nach wie vor Unfassbare:

Meine süße, liebe, immer zurückhaltende scheue Lora ging in die Offensive. Sie drängte Maxi von Cynthia ab und ließ ihn auch den ganzen Tag nicht von der hinteren Sitzstange. Bei jedem Versuch drängte sie ihn wieder zurück, so als wollte sie verhindern, dass er zu Cynthia gehen könnte. Am Abend dann, als Cynthia sich neben Maxi setzen wollte gab es richtig Stress und Lora hackte und jagte die kleine Maus immer wieder weg. Um ihr dies zu ersparen holten wir sie wieder raus und setzen sie in ihre Voliere.

Lora war also eifersüchtig!!! Und sogar ziemlich menschlich eifersüchtig, was bei Grauen auch immer wieder auffällt, dass sie tatsächlich dieses Gefühl hegen und zeigen. Aber sie hatte doch nie Interesse an Maxi, wir waren echt irritiert. Was sollten wir nun machen?

Wir versuchten es erneut mit Jamie und Cynthia, aber das war augenscheinlich der falsche Weg. Mitte der Woche war dies dann auch allen klar. Da ich aber Cynthia schon so in mein Herz geschlossen hatte, war ich echt traurig und auch Cynthias Halterin wollte sie gerne bei uns lassen, da sie sich keinen besseren Platz vorstellen konnte.

Und so kam mir nochmal der ZUFALL zu Hilfe. In einer unserer Facebook-Gruppen las ich die Anzeige von Rico. Ich setzte mich sofort mit der Besitzerin in Verbindung – wir haben uns sofort verstanden – und schon am Sonntag darauf kam Rico mit seiner Mama zu uns um Cynthia kennen zu lernen.

Dies ist eine ganz andere Geschichte und kann gerne auf www.ricomobil.de mitverfolgt werden unter „meine" Frau Cynthia.

Aber nun zurück zu Maxi und Lora:

Tja, was soll ich sagen. Heute sind die beiden ein PHWGA3Lillyaar. Sie putzen und kraulen sich. Sie versuchen sich auch schon vorsichtig zu füttern und ich habe sie eines Abends dabei ertappt, wie Maxi versuchte sie zu besteigen – er weis noch nicht wirklich, wie es geht – aber er versucht es. Jeden Abend schnäbeln sie und versuchen sich zu kraulen. Noch ganz zaghaft, so als wüssten sie noch nicht so genau, aber es wird immer mehr. Ach unsere beiden Süßen, wir freuen uns so für sie.

Das Leben zeigt es uns, es ist tatsächlich nach 8 Jahren noch möglich, dass zwei sich finden. Bei Menschen würde man wohl sagen. Tausend mal berührt, tausend mal ist nichts passiert.

Aber das Leben schreibt wohl wirklich die seltsamsten Geschichten und für uns ist es einfach wundervoll, dass die beiden sich nun doch noch wirklich verstehen und so einer liebevollen Beziehung nichts mehr im Wege steht.

Tja, und eine Woche nach Cynthia´s Auszug zog eine neue Henne – Lilly – bei uns ein. Aber das ist wieder eine ganz neue Geschichte, die erst ganz am Anfang steht...

Ende

 

Ergänzung in 2014

HWGA4Maxi und Lora haben Ende Januar 2014 die Spielhöhle zur Bruthöhle gemacht und Lora hat dann auch 4 Eier gelegt. (Gott sei Dank unbefruchtet, da ich keinesfalls eines der Babys abgegeben hätte). Aber so haben sie zumindest mal ihrem natürlichen Wesen entsprechend die Möglichkeit gehabt das zu erleben. Maxi hat sich vorbildlich um seine Lora gekümmert und sie mit seinem Leben bewacht. Aus dem vormals ziemlich scheuen und zurückhaltenden Vogel ist ein richtig starker Graupapageien-Mann geworden und es ist für mich auch heute immer noch wundervoll anzusehen, wie sie sich putzen und füttern, auch wenn wir die Höhle entfernt haben.

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Hier unsere beiden Jüngsten Burli und Fiona an der frischen Luft.

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