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Wie soll man mit einem tierschutzwidrigen Fall umgehen...

von Florian Obermüller 

So begann die Geschichte in unserer Facebookgruppe mit Beate Reiman, die hingeschaut und gemeldet hat:

In der FacebookGruppe "Ich habe einen Vogel" wurde der Fall eines in einem Dachgeschoß in einem viel zu kleinem Käfig abgestellter Gelbbrustara bekannt.

Um der Angelegenheit auf den Grund zu gehen und ünnötige Kommentare zu vermeiden haben ich mich als OnlineMagazin direkt an das Veterinäramt gewendet.

Wie aus dem nachfolgendem Schriftverkeht zwischen dem Amtsleiter des Veterinäramts Dr. Michael Kern und Florian Obermüller zu lesen ist, reicht eine Meldung beim Veterinäramt. Man sollte dazu seine eigene Identität preis geben, da anonyme Anzeigen immer einen faden Beigeschmack haben...


Von Beate Reiman:

Ara in NotHallo,

ich brauch mal eure Hilfe. Letztens habe ich ein Bett abgeholt, was ich über Ebay-Kleinanzeigen erstanden hatte. Das Bett stand beim Verkäufer auf dem Dachboden. Wir haben es von dort gemeinsam runtergetragen. Warum ich euch das erzähle?

Auf dem Dachboden stand ein Käfig, ziemlich klein, mit einem Gelbbrustara drin. der Käfig war totel verdreckt, mit Müll unten drin. der Ara saß auf einer der zwei Stangen im Käfig und beschäftigte sich mit einem Stück Pappe, welches er von einem Pappkarton abriss, der unten im Käfig lag. Anderes Spielzeug war nicht vorhanden.

Im Käfig habe ich weder Wasser noch Futter gesehen. Der Ara hatte auch am Flügel einige kahle Stellen.

Als ich den Verkäufer des Bettes darauf ansprach, meinte er, der Ara gehöre seinem Nachbarn und würde nur vorübergehend dort oben stehen. Der Nachbar würde gerade vorrichten. Er hätte ihn schon seit 15 Jahren.

Nun mache ich mir große Sorgen um das Tier. Selbst wenn man renoviert, gibt es doch andere Möglichkeiten, den Ara unterzubringen, als auf dem Dachboden, oder? Und der Käfig sah nicht wirklich gesund für das Tier aus: viel zu klein, verdreckt und vermüllt, ohne Spielzeug, absolut lieblos. Ich versteh das nicht, wie man das einem Tier antun kann, welches man schon 15 Jahre besitzt!?

Jetzt meine Frage: was kann ich tun? Der Verkäufer antwortet nicht mehr. Der Vogel tut mir so leid. Das sind so schöne Tiere und sehr intelligent. Mache mir echt Sorgen um ihn.
Habt ihr eine Idee?

LG Beate

PS: Die Fotos sind nicht sonderlich gut, da ich nur schnell mit dem Handy fotografiert habe, während der Verkäufer unten war.


 

 In der FacebookGruppe "Ich habe einen Vogel" wurde der Fall eines in einem Dachgeschoß in einem viel zu kleinem Käfig abgestellter Gelbbrustara bekannt.

 

Um der Angelegenheit auf den Grund zu gehen und ünnötige Kommentare zu vermeiden haben ich mich als OnlineMagazin direkt an das Veterinäramt gewendet.

 

Wie aus dem nachfolgendem Schriftverkeht zwischen dem Amtsleiter des Veterinäramts Dr. Michael Kern und Florian Obermüller zu lesen ist, reicht eine Meldung beim Veterinäramt. Man sollte dazu seine eigene Identität preis geben, da anonyme Anzeigen immer einen faden Beigeschmack haben


 

 Sehr geehrte Damen und Herren,

als Betreiber der aktivsten Papageiengruppe bei Facebook (Ich habe einen Vogelch habe einen Vogel) und angeschlossenem OnlineMagazin (www.IchHabeEinenVogel-Online.de) bin ich auf einen Beitrag aufmerksam geworden, der bereits über 200 Kommentare hat.

Unsere Gruppenmitglieder sind sehr besorgt um einen Gelbbrustara, der wie die Bilder im Anhang zeigen, in einem nicht papageiengerechten Käfig auf einem Dachboden verwahrt wird.

Ich habe mich entschieden, über diesen Fall im OnlineMagazin einen Bericht zu veröffentlichen und würde gerne eine korrekte Darstellung auch aus Sicht des zuständigen Veterinäramts veröffentlichen. Wie auf den Bildern zu sehen ist, besteht keine Lebensgefahr für das Tier, aber die Unterbringung ist definitiv tierschutzwidrig und wird die Psyche dieses sensiblen Geschöpfs nachhaltig beeinflussen. Nicht mal ein Ausbreiten der Schwingen ist in diesem Käfig möglich.

Dazu habe ich folgende Fragen, um die hitzige Diskussion auf Facebook in geordnete und hilfreiche Bahnen zu lenken:

· Welche Schritte sind nötig, damit das Veterinäramt eingreift?
· Wird überprüft, ob der Papagei gemeldet ist und warum dieser Vogel laut Aussage des Dachbodenbesitzers seit 15 Jahren alleine lebt?
· Welche rechtlichen Möglichkeiten hat das Veterinäramt, die Situation des Vogels kurzfristig zu verbessern?
· Ist eine Anzeige bei der Polizei nötig oder reicht das Melden beim Veterinäramt?

Für eine schnelle Rückmeldung wäre ich Ihnen sehr dankbar und werde Sie gerne bei jeder Aktion unterstützen, die die Situation dieses Gelbbrustara sofort verbessert.

Herzlichen Dank für Ihre Mühe.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Obermüller


Standort des Papagei:
Wird aus Datenschutzgründen hier nicht veröffentlicht.


 

Sehr geehrter Herr Obermüller,

ich bedanke mich für Ihren u.a. Hinweis und kann ich Ihnen zur Sache mitteilen, dass wir erstmals am 18.05.2015 durch den Tierschutzverein Chemnitz und Umgebung e.V. auf die u.g. Tierhaltung aufmerksam gemacht wurden. Bereits am 19.05.2015 erfolgte eine tierschutzrechtliche Kontrolle in deren Ergebnis durch die amtliche Tierärztin des Veterinäramtes Maßnahmen festgelegt wurden, die durch den Tierhalter unverzüglich umzusetzen sind. Eine kurzfristige Nachkontrolle der Haltung ist unsererseits geplant.

Leider kann ich Ihnen aus datenschutzrechtlichen Gründen grundsätzlich keine detaillierten Angaben zur betreffenden Vogelhaltung und den tatsächlich ermittelten Haltungsbedingungen /-umständen machen.

Ich hoffe diesbezüglich auf Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Michael Kern
Amtsleiter
Stadt Chemnitz
Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt


 

Sehr geehrter Herr Dr. Michael Kern,

recht herzlichen Dank für die überaus schnelle und offene Antwort.

Da wir eine sehr aktive Facebokgruppe sind die leider Fälle wie den geschilderten immer wieder antrifft, wäre ich Ihnen noch sehr dankbar für die Beantwortung der Fragen bezüglich der Meldung. Einige Mitglieter meinten, dass ALLE im Veterinäramt anrufen sollen um "Druck" zu machen.

Ich bin der Meinung, dass eine Meldung an das Amt ausreichend ist und weitere Anrufe und Anfragen nur bei der dann nötigen Arbeit hinderlich sind. Wichtig wäre noch zu wissen, ob eine Anzeige bei der örtlichen Polizeibehörde Sinn macht oder Sie ausreichend Handlungsspielraum haben, die nötigen schritte selbst zu veranlassen.

Ich bin um Aufklärung bemüht und stelle diese Geschichte im Magazin online, um künftigen "Problemvögeln" schneller und gezielter helfen zu können. Darum wäre eine Auskunft zur künftigen Vorgehensweise für unsere Gruppenmitglieder äußerst wertvoll, um Ämter nicht unnötig mit Anfragen zu blockieren und doch eine schnelle Hilfe für die Tiere zu ermöglichen.

Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Ich habe einen Vogel - Online-Magazin
Florian Obermüller
Raifeisenstraße 14
83355 Erlstätt

Telefon: 0861 15959
D1: 0160 96 784 684


 

Sehr geehrter Herr Obermüller,

zunächst teile ich Ihre Auffassung, dass es ausreicht, den Verdacht auf einen Verstoß gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen einmalig (und vorzugsweise nur) bei der zuständigen Tierschutzbehörde anzuzeigen.

Sollte es sich allerdings um ganz offensichtliche Straftaten handeln, wäre auch die Polizei der richtige Ansprechpartner.

Da es für den Bürger (bzw. juristischen Laien) oft aber nicht erkennbar ist, ob es sich bei dem vermeintlichen oder tatsächlichen tierschutzrechtlichen Verstoß um eine Straftat oder um eine Ordnungswidrigkeit handelt, empfehle ich grundsätzlich jede Anzeige bei der Tierschutzbehörde zu machen. Sollte diese dann zu der Erkenntnis kommen, dass ein Verstoß gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen so schwerwiegend sein könnte, dass er als Straftat einzustufen wäre, muss

(und wird) sie selbst zwingend die Staatsanwaltschaft einschalten.

Die Ermittlungsbehörde der Staatsanwaltschaft ist, wie Sie sicherlich wissen, grundsätzlich die Polizeibehörde, die aber zumindest in Chemnitz regelmäßig die amtlichen Tierärzte der Tierschutzbehörde bei ihren Ermittlungstätigkeiten einbezieht.

Bezüglich des "Handlungsspielraumes" einer Tierschutzbehörde darf ich Ihnen mitteilen, dass dieser sehr umfassend ist. Geregelt ist dies im §16a des Tierschutzgesetzes (http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html). So könnte bei schwerwiegenden Verstößen die Tierschutzbehörde dem

Tierhalter das Tier fortnehmen oder das Halten und Betreuen von Tieren dauerhaft untersagen.

Als Empfehlung für Ihre Mitglieder erlaube ich mir den Hinweis, dass es für die Behörden wünschenswert wäre, für etwaige Nachfragen die Kontaktdaten des Anzeigeerstatters (vorzugsweise auch die Telefonnummer) zu haben. Die aus oft nachzuvollziehender Motivlage heraus getätigte "Anonyme Anzeige" ist nur die zweitbeste Lösung.

Mit freundlichen Grüßen

gez. Dr. Michael Kern
Amtsleiter
Stadt Chemnitz
Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt


 

Dem Amtsleiter Herrn Dr. Michael Kern möchte ich hier recht herzlich für seine offene Information danken.

Ich meine, wir haben als Facebookgruppe und besorgte Tierliebhaber einiges dazu gelernt und sollten die Amtsveterinäre so gut wie möchlich unterstützen. Mit einem schriftlichen Hinweis auf Mißstände unter Angabe der eigenen Adressse sollten die Dinge ihren ordentlichen Lauf nehmen.

Schön wäre natürlich, wenn das Amt die eingegangene Mitteilung bestätigen würde, damit der Meldende weis, dass Sein Hinweis/Anzeige eingegangen ist und bearbeitet wird.

Gerne biete ich hier allen veterimnärämtern die Zusammenarbeit mit unserem OnlineMagazin und unserer Facebookgruppe an.

Florian Obermüller


 

Nachfrage am 16.06.2015 15:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Dr. Michael Kern,

ich möchte mir eine Nachfrage zu dem Gelbbrustara (http://ichhabeeinenvogel-online.de/index.php/gastautoren/gelbbruatara-in-not) erlauben.
Die Facebookgruppe hat großen Anteil an der Geschichte genommen und würde jetzt gerne wissen, ob die Auflagen durch Ihr Amt gewirkt haben oder ob Sie den Papagei beschlagnahmen und anderweitig unterbringen mußten?

Mir ist klar, dass keine detaillierten Angaben aus datenschutzrechtlichen Gründen möglich sind, aber ein Hinweis auf das

Wohlergehen des Vogels sollte hoffentlich möglich sein.

Herzlichen Dank für Ihre Mühe.
Mit freundlichen Grüßen aus Oberbayern
--
Ich habe einen Vogel - Online-Magazin
Florian Obermüller
Raifeisenstraße 14
83355 Erlstätt

 

Sehr schnelle Antwort bereits am 17.06.2015 9:14 Uhr

Sehr geehrter Herr Obermüller,

ich kann Ihnen zunächst mitteilen, dass der in Rede stehende Gelbbrustara (wie eine erste Nachkontrolle zeigte) nicht mehr auf dem Dachboden gehalten wird.

Weitergehende Informationen folgen in Kürze, nachdem ich mit der zuständigen amtlichen Tierärztin das Ergebnis einer weiteren Nachkontrolle erörtert habe.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. Michael Kern

Amtsleiter
Stadt Chemnitz
Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt


 

Erneute Nachfrage mit Happy End

>>> Florian Obermüller <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; 20.08.2015 19:50 >>>

Sehr geehrter Herr Dr. Kern,

ich würde mich sehr freuen, wenn Sie noch eine weitere Auskunft zum Verbleib des Gelbbrustara machen könnten.
In Ihrer Mail vom 17.6.2015 hatten Sie angegeben, dass in Kürze weitere Informationen folgen.

Herzlichen Dank für Ihre Mühe.

Mit besten Grüßen vom Chiemsee
Florian Obermüller

Ich habe einen Vogel - Online-Magazin
Florian Obermüller
Raifeisenstraße 14
83355 Erlstätt

Telefon: 0861 15959
D1: 0160 96 784 684
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.ichhabeeinenvogel-online.de
Ust.-Identnummer: DE131514268

 

Antwort von Dr. Michael Kern - Amtsleiter

Sehr geehrter Herr Obermüller,

ich darf Ihnen mitteilen, dass der Gelbbrustara durch das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt unter Mitwirkung engagierter Privatpersonen in eine Privathaltung als Partnervogel zu einem Einzeltier (ebenfalls Gelbbrustara) in der Nähe von Frankfurt am Main vermittelt wurde.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Dr. Michael Kern
Amtsleiter
Stadt Chemnitz
Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt

 

Fortsetzung... es geht weiter. Coco und Dexter

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